{"id":3160,"date":"2010-01-01T12:24:15","date_gmt":"2010-01-01T11:24:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.struhal.com\/?p=3160"},"modified":"2025-02-20T16:45:37","modified_gmt":"2025-02-20T15:45:37","slug":"review-cds-chopin-skrjabin-and-schumann-ravel-in-fono-forum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.struhal.com\/de\/2010\/01\/01\/review-cds-chopin-skrjabin-and-schumann-ravel-in-fono-forum\/","title":{"rendered":"Kritik, CDs &#8222;Chopin, Skrjabin&#8220; und &#8222;Schumann, Ravel&#8220; im Klassik &#8211; Magazin FONO FORUM"},"content":{"rendered":"<p><strong>Versprechen f\u00fcr die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>Da ist wirklich einmal eine junge K\u00fcnstlerin, die auf erfreuliche Weise sp\u00fcrbar eigenes mitzuteilen hat und sich nicht einreiht in die Riege der pauschalen Musikanten. Sie hei\u00dft Gerda Struhal, stammt aus Wien, wo sie auch pianistisch ausgebildet wurde, und hat sich auch gleich danach noch dem Dirigieren zugewandt. Ihre Produktion von 2000 \u2013 in der Heimat gleich von \u00d61 mit dem \u201ePasticcio\u201c- Preis bedacht \u2013 wurde sogar von einem ihrer Mentoren als Aufnahmeleiter betreut: n\u00e4mlich von Stefan Vladar. Da spielt sie das vierte Chopin-Scherzo in Es [sic] -Dur so unverzagt und klangsch\u00f6n und funkelnd, dass man gleich aufhorcht. Den Chopin-Pr\u00e9ludes mangelt es hier nicht an Poesie, Leuchtkraft und Gel\u00e4ufigkeit (hier f\u00e4llt nur das g-Moll St\u00fcck etwas metallen aus), der zweiten Skrjabin Sonate nicht an gestalterischer Emphase.<\/p>\n<p>Das Nachfolgealbum ist vier Jahre j\u00fcnger und dokumentiert unverkennbar, dass sich diese K\u00fcnstlerin, die auch zeitgen\u00f6ssische Musik nicht au\u00dfen vor l\u00e4sst, offenbar k\u00fcnstlerisch treu geblieben ist. Die gewaltige Schumann-Sonate f-Moll (\u201eConcert sans orchestre\u201c) lebt da von einer Transparenz, die selbst komplexe Stimmverl\u00e4ufe erhellt, ohne ins allzu Kopflastige zu fallen. Da fehlt es nur dem Finale dann etwas an virtuoser Vehemenz w\u00e4hrend Gerda Struhal das ber\u00fchmte Prestissimo possibile mit Clart\u00e9 und spitzen Fingern pointiert meistert. Den nerv\u00f6sen Impuls trifft sie auch in Ravels \u201eGaspard de la nuit\u201c. Diesen drei t\u00f6nenden Poemen verleiht sie eine keineswegs monochrome Farbigkeit. Selbst \u201eScarbo\u201c begegnet sie furchtlos und zupackend. Das ist ein Versprechen f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>(Musik: 4 von 5 Sternen, Klang: 4 von 5 Sternen)<\/p>\n<p>Michael Stenger, Fono Forum, Dezember 2007<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.struhal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Fono-Forum-20071.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3164 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/www.struhal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Fono-Forum-20071.jpg\" alt=\"\" width=\"728\" height=\"958\" srcset=\"https:\/\/www.struhal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Fono-Forum-20071.jpg 728w, https:\/\/www.struhal.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Fono-Forum-20071-228x300.jpg 228w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Versprechen f\u00fcr die Zukunft Da ist wirklich einmal eine junge K\u00fcnstlerin, die auf erfreuliche Weise sp\u00fcrbar eigenes mitzuteilen hat und sich nicht einreiht in die Riege der pauschalen Musikanten. 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